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FeNau Team // 21.04.2026

Treppenplanung nach DIN 18065 & BG: Der Guide für FeNau Gitterroststufen

Treppe planen leicht gemacht! Erfahre alles über Maße, Steigung & Auftritt nach DIN 18065 und BG-Normen. Sicher bauen mit FeNau Gitterroststufen.

Treppenplanung nach DIN 18065 & BG: Der Guide für FeNau Gitterroststufen

Die Planung einer Treppe, insbesondere im Außen- oder Industriebereich, ist weit mehr als nur ein architektonisches Detail. Wer hier Fehler bei der Berechnung von Steigung und Auftritt macht, riskiert nicht nur mangelnden Gehkomfort, sondern auch Probleme bei der Bauabnahme und ein massiv erhöhtes Unfallrisiko. In diesem ausführlichen Planer-Guide durchleuchten wir die rechtlichen und technischen Anforderungen, vergleichen die DIN 18065 mit den strengen Vorgaben der Berufsgenossenschaft (ASR A1.8) und zeigen Ihnen, wie Sie mit feuerverzinkten FeNau Gitterroststufen eine zu 100 % normkonforme und sichere Treppe konstruieren.

Die rechtlichen Grundlagen: DIN 18065 vs. Berufsgenossenschaft (ASR A1.8)

Bevor der erste Zollstock angelegt wird, muss die Frage geklärt sein: Wer nutzt diese Treppe und wo steht sie? Aus diesen Antworten leitet sich ab, welches Regelwerk für Ihr Projekt maßgeblich ist. Die Einhaltung dieser Normen schützt Sie vor Haftungsansprüchen im Falle eines Unfalls.

1. Die DIN 18065 ("Treppen in Gebäuden")

Die DIN 18065 ist die bauaufsichtlich eingeführte Basisnorm in Deutschland. Sie regelt die Begriffe, Messregeln und Hauptmaße für Treppen. Man unterscheidet hier maßgeblich zwischen baurechtlich notwendigen Treppen (die im Brandfall als Rettungsweg dienen) und nicht notwendigen Treppen (zusätzliche Komforttreppen).

  • Fokus: Allgemeine Sicherheit und Begehbarkeit in Wohn- und öffentlichen Gebäuden.

  • Anwendung: Ein- und Mehrfamilienhäuser, Bürogebäude (ohne speziellen industriellen Fokus).

2. Die Arbeitsstättenregel ASR A1.8 (Berufsgenossenschaft)

Sobald Mitarbeiter, Kunden oder Lieferanten die Treppe nutzen, greift das Arbeitsschutzgesetz in Form der ASR A1.8. Die Berufsgenossenschaften (BG) setzen hier wesentlich engere Grenzen als die DIN-Norm. Das primäre Ziel ist die absolute Minimierung von Stolper-, Rutsch- und Sturzunfällen – den häufigsten Unfallarten im Betrieb.

  • Fokus: Maximaler Arbeitsschutz, Rutschhemmung, Fluchtwege.

  • Anwendung: Industrieanlagen, Lagerhallen, Flucht- und Rettungstreppen, gewerblich genutzte Außentreppen.

Der große Maß-Vergleich in der Übersicht

Kriterium DIN 18065 (Wohngebäude) BG / ASR A1.8 (Arbeitsstätten) Steigung (s) 14 cm bis 20 cm 14 cm bis 19 cm (Fluchttreppen max. 18 cm) Auftritt (a) 23 cm bis 37 cm 26 cm bis 32 cm Nutzbare Laufbreite Mind. 80 cm Mind. 100 cm (abhängig von der Personenzahl) Rutschhemmung Empfohlen (z. B. R9) Zwingend (R11 bis R13) + Sicherheitsantrittskante Unterschneidung Nur bei Auftritt < 26 cm Grundsätzlich mind. 3 cm empfohlen

Die 3 goldenen Regeln der Treppengeometrie

Um die optimalen Maße für Ihre Treppe zu ermitteln, ziehen Architekten und Schlosser drei mathematische Formeln heran. Alle drei sollten bei einer perfekten Planung im grünen Bereich liegen.

  1. Die Schrittmaßregel (Die Wichtigste):
    2 x Steigung (s) + Auftritt (a) = 59 bis 65 cm (Idealwert BG: 62 cm)
    Diese Formel stellt sicher, dass der natürliche Schrittrhythmus des Menschen beim Treppensteigen nicht unterbrochen wird.

  2. Die Bequemlichkeitsregel:
    Auftritt (a) - Steigung (s) = 12 cm
    Wird dieser Wert erreicht (z. B. a = 29 cm, s = 17 cm), lässt sich die Treppe mit minimalem Kraftaufwand begehen.

  3. Die Sicherheitsregel:
    Auftritt (a) + Steigung (s) = 46 cm
    Diese Formel garantiert, dass der Fuß beim Abwärtsgehen ausreichend Standfläche hat, was die Sturzgefahr drastisch minimiert.

Der FeNau Treppen-Planer: In 5 Schritten zur perfekten Treppe

Mit den theoretischen Grundlagen im Hinterkopf, können wir nun in die praktische Berechnung einsteigen. Nehmen wir an, Sie planen eine Außentreppe an einer Industriehalle, die als Zugang und Fluchtweg dient.

Schritt 1: Ermittlung der zu überwindenden Höhe (Geschosshöhe)

Messen Sie das exakte Maß von Oberkante Fertigfußboden (unten) bis Oberkante Fertigfußboden (oben). Achten Sie darauf, eventuelle Bodenbeläge oder Neigungen für den Wasserablauf miteinzubeziehen.
Unser Beispielwert: 315 cm (3,15 m)

Schritt 2: Anzahl der Steigungen berechnen

Wir visieren eine BG-konforme, bequeme Steigung von 17 cm an. Teilen Sie die Gesamthöhe durch diesen Idealwert:
315 cm / 17 cm = 18,52
Da Sie nur ganze Stufen verbauen können, runden wir auf die nächste ganze Zahl auf: 19 Steigungen.

Hinweis: 19 Steigungen bedeuten, dass Sie 18 Treppenstufen benötigen. Der 19. Schritt ist der Austritt auf das obere Podest.

Schritt 3: Das exakte Steigungsmaß (s) festlegen

Nun teilen wir die Gesamthöhe durch die Anzahl der berechneten Steigungen, um das Millimeter genaue Maß für Ihre Wangenkonstruktion zu erhalten:
315 cm / 19 = 16,58 cm (Steigung s)
Dieses Maß ist hervorragend und erfüllt sowohl DIN als auch BG mühelos.

Schritt 4: Den Auftritt (a) über die Schrittmaßregel berechnen

Wir setzen unser berechnetes Steigungsmaß in die Schrittmaßregel ein, um die Tiefe der Stufe zu ermitteln (Zielwert 62 cm):
62 cm - (2 x 16,58 cm) = a
62 cm - 33,16 cm = 28,84 cm (Auftritt a)
Gerundet ergibt das einen idealen Auftritt von 29 cm.

Schritt 5: Zwischenpodeste einplanen (nach BG)

Die Arbeitsstättenregel schreibt vor: Nach maximal 18 Stufen muss ein Zwischenpodest eingeplant werden, um Erschöpfung beim Steigen zu verhindern. Da unsere Treppe genau 18 Stufen hat, kommen wir gerade noch ohne Podest aus. Bei 19 Stufen wäre zwingend ein Ruhepodest (Länge mind. Laufbreite) vorgeschrieben.

Warum FeNau Gitterroststufen das Maß der Dinge sind

Sobald die Geometrie Ihrer Treppe steht, geht es an die Auswahl des Materials. Im Außen-, Flucht- und Industriebereich gibt es keine bessere Wahl als Stahlgitterroste. FeNau Gitterroststufen sind darauf ausgelegt, die komplexen Anforderungen der Berufsgenossenschaft ab Werk zu erfüllen und Ihnen als Planer oder Schlosser die Arbeit drastisch zu erleichtern.

  • Die Sicherheitsantrittskante: Das wichtigste Element jeder BG-Treppe. FeNau Stufen sind serienmäßig mit einer stark profilierten, doppelt gelochten Antrittskante ausgestattet. Sie sorgt für extreme Trittsicherheit (hohe Rutschhemmungsklasse) und stabilisiert die Stufe an der stärksten Belastungszone.

  • Feuerverzinkung nach DIN EN ISO 1461: Für den dauerhaften Außeneinsatz unabdingbar. Der Zinküberzug schützt den Stahl über Jahrzehnte vor Rost, aggressiven Umwelteinflüssen und Streusalz. Ihre Treppe bleibt wartungsfrei.

  • Maßgeschneiderte Maschenweiten:

    • 31/31 mm (Grobmaschig): Ideal für Industrie, Landwirtschaft und Fluchtwege. Schmutz, Schnee und Wasser fallen ungehindert hindurch, Eisbildung wird verhindert.

    • 31/9 mm (Feinmaschig): Die sogenannte "Damenschuh-Masche". Perfekt für Treppen an Bürogebäuden oder im öffentlichen Raum, da ein Durchrutschen von Absätzen verhindert wird und bei Personen mit Höhenangst die optische Transparenz verringert wird.

  • Normierte Anschraublaschen: Die seitlichen, gelochten Laschen (Wangen) entsprechen der DIN 24531-1. Das Bohrbild ist genormt, was die Montage an U-Profilen oder Flachstahlwangen für jeden Metallbauer zu einem schnellen Routine-Eingriff macht.

  • Große Auswahl an Standardtiefen: Ob Sie einen Auftritt von 24 cm oder 30 cm berechnet haben – FeNau bietet die passenden Standardtiefen sofort ab Lager an, inklusive der nötigen Unterschneidung, die sich bei der Montage ergibt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Treppenplanung

Darf eine gewerbliche Treppe steiler sein als eine private?

Nein, im Gegenteil. Gewerblich genutzte Treppen, die unter die Arbeitsstättenregel fallen, dürfen eine maximale Steigung von 19 cm (bei Fluchttreppen oft nur 18 cm) nicht überschreiten. Im privaten Wohnungsbau erlaubt die DIN 18065 bis zu 20 cm.

Warum ist die Unterschneidung bei Gitterroststufen wichtig?

Die Unterschneidung (das Überlappen der oberen Stufe über die untere) vergrößert die nutzbare Auftrittsfläche für den Fuß, ohne die Gesamtsteigung der Treppe zu verändern. Besonders beim Abwärtsgehen bietet dies ein deutliches Plus an Sicherheit.

Reicht eine einfache Riffelblechstufe als Alternative?

Im Außenbereich haben Gitterroststufen entscheidende Vorteile gegenüber geschlossenen Blechen. Auf Blechen können sich Pfützen bilden, die im Winter zu gefährlichem Glatteis gefrieren. FeNau Gitterroststufen garantieren durch ihre offene Struktur einen optimalen Wasser- und Schneeabfluss und bieten durch die strukturierte Kante mechanischen Halt.

Fazit: Eine sichere Treppe ist das Ergebnis präziser Mathematik und hochwertiger Bauteile. Planen Sie Ihre Steigungs- und Auftrittsmaße sorgfältig nach der Schrittmaßregel und den Vorgaben der BG. Setzen Sie bei der Umsetzung auf die bewährte Qualität der FeNau Gitterroststufen – für maximale Trittsicherheit, Langlebigkeit und eine problemlose Bauabnahme.