
GFK-Gitterroste
Ein GFK-Gitterrost ist überall dort die richtige Wahl, wo verzinkter Stahl nicht lange durchhält – in Kläranlagen, Galvanik, Chemie und an der Küste. Der Kunststoff-Gitterrost rostet nicht, braucht keine Nachverzinkung und wiegt rund ein Viertel eines vergleichbaren Stahlrostes.
Vier Angaben genügen für eine Empfehlung: Maschenteilung, Bauhöhe, Oberfläche und das Medium, das auf den Belag einwirkt. Neben den Lagerformaten fertigen wir GFK-Gitterroste nach Maß bis 4005 x 1527 mm – ebenso Treppenstufen, Sicherheitsböden, Geländer und Leitern. Schicken Sie uns Ihre Maßskizze, Sie erhalten ein verbindliches Angebot.
- Rutschhemmung bis R13 nach DIN 51130
- Rund 75 % leichter als Stahl
- Zuschnitt nach Maß bis 4005 x 1527 mm
- DBS 918 010
- Herstellung nach ISO 9001
- Rostfrei ohne Nachverzinken

GFK-Gitterrost gegossen | R13, 13–60 mm | FeNau
Produkte aus glasfaserverstärktem Kunststoff sind eine echte Alternative zu Edelstahl und Aluminium – und zunehmend auch zu beschichteten oder verzinkten Stahlprodukten. Sie rosten nicht, halten einer Vielzahl aggressiver Medien stand, isolieren elektrisch und thermisch und wiegen rund ein Viertel eines vergleichbaren Stahlrostes. Wir führen das komplette GFK-Bodenprogramm von MEISER: Gitterroste, Sicherheitsböden, Bodenplatten, Treppenstufen, Befestigungen und Stellfüße.
Auf dieser Seite beantworten wir die Fragen, die in der Praxis vor jeder Bestellung stehen – von der Maschenteilung über die zulässige Stützweite bis zur Frage, welche Harzmatrix Ihr Medium verträgt.
Werkstoff und Aufbau
Warum GFK statt verzinktem Stahl?
Ein feuerverzinkter Stahlrost hält im Trockenen Jahrzehnte. In der Kläranlage, in der Galvanik, an der Küste oder über einer Beize sieht die Rechnung anders aus: Dort wird die Zinkschicht abgetragen, der Rost wird nachbehandelt, beschichtet und irgendwann ausgetauscht. GFK kennt dieses Problem nicht, weil es nichts gibt, was korrodieren könnte – es gibt kein Metall im Belag.
Der zweite Grund ist das Gewicht. Ein GFK-Rost mit 38 mm Bauhöhe wiegt rund 19 kg pro Quadratmeter. Eine Matte 1987 x 997 mm bringt damit 37,6 kg auf die Waage und lässt sich von zwei Personen setzen. Wer denselben Laufsteg in Stahl baut, plant Hebezeug ein.
Der dritte Grund wird oft übersehen: GFK leitet keinen Strom und ist nicht magnetisch. In Prüffeldern, an Schaltanlagen, in der Nähe empfindlicher Messtechnik oder in Bereichen mit Streustromproblematik ist das kein Nebeneffekt, sondern der eigentliche Anlass für die Materialwahl.
Wie ist ein gegossener GFK-Rost aufgebaut?
Die Tragstäbe verlaufen in beiden Richtungen über die volle Bauhöhe – der Rost trägt in jede Richtung gleich, eine schwache Achse wie beim pultrudierten Profilrost gibt es nicht. Gefertigt wird im Handlayup-Verfahren mit anschließender Heißhärtung im Formenwerkzeug.
Der Aufbau ist monolithisch: keine Klebefugen, keine Schweißnähte, keine Fügestellen, an denen Medien angreifen könnten. Daraus ergibt sich die hohe Widerstandsfähigkeit gegen Säuren und Laugen. Der Glasgehalt liegt technologisch bedingt bei maximal 40 Prozent, armiert wird mit E-Glas-Rovings. Die Dichte des fertigen Laminats liegt bei 1,6 bis 2,1 g/cm³.
Gegossen oder pultrudiert – was ist der Unterschied?
Gegossene Roste tragen in beide Richtungen und sind dadurch unempfindlich gegen die Einbaulage. Sie sind die richtige Wahl für Standardstützweiten, für unregelmäßige Zuschnitte und überall dort, wo Aussparungen die Tragrichtung durchbrechen.
Pultrudierte Profilroste – bei uns als I- und T-Profilroste auf Anfrage lieferbar – bestehen aus gezogenen Einzelstäben mit Querverbindern. Sie tragen nur in Stabrichtung, erreichen dafür bei gleichem Gewicht deutlich größere Stützweiten. Wenn Ihr Trägerraster weit auseinanderliegt und sich nicht ändern lässt, ist das die wirtschaftlichere Lösung. Die Einbaurichtung muss dann allerdings stimmen, und Aussparungen sind aufwendiger.
Auswahl der Maschenteilung
Welche Maschenteilung brauche ich?
Sechs Teilungen von 13 x 13 bis 50 x 50 mm stehen zur Verfügung. Je feiner die Teilung, desto weniger fällt hindurch – und desto höher liegen Flächengewicht und Quadratmeterpreis. Entscheiden Sie nach dem, was auf dem Rost passiert, nicht nach dem Preis pro Quadratmeter.
- 13 x 13 mm – lichte Weite ca. 8 mm. Nichts fällt durch: keine Schraube, kein Bit, kein Schlüssel. Die Wahl über offenen Becken, in Bereichen mit Publikumsverkehr und überall dort, wo unter dem Laufweg gearbeitet wird.
- 20 x 20 mm – lichte Weite ca. 13 mm. Trittsicher auch für schmale Absätze, deutlich wirtschaftlicher als 13 x 13 mm. Der Standard, sobald nicht nur Instandhalter in Sicherheitsschuhen über den Belag laufen.
- 26 x 26 mm – lichte Weite ca. 19 mm. Der Zwischenschritt, wenn 38 x 38 mm zu grob wirkt und 20 x 20 mm den Quadratmeterpreis sprengt.
- 38 x 38 mm – lichte Weite ca. 31 mm. Die Referenzgröße: größte Formatauswahl, kürzeste Lieferzeiten, breitestes Befestigungssortiment. Für den überwiegenden Teil industrieller Anwendungen die richtige Wahl.
- 40 x 40 mm – lichte Weite ca. 33 mm. Hoher Durchlass für Wasser, Licht und Luft bei niedrigem Eigengewicht.
- 50 x 50 mm – lichte Weite ca. 42 mm. Größte Masche, geringstes Flächengewicht, günstigster Quadratmeterpreis. Für Abdeckungen und Beckenüberbauungen ohne dauerhaften Personenverkehr.
Ist der Rost durchtrittsicher?
Die Frage stellt sich vor allem in zwei Situationen: Es darf nichts nach unten fallen, oder es soll niemand mit dem Fuß einsinken. Für den ersten Fall zählt die lichte Maschenweite – bei 13 x 13 mm bleiben rund 8 mm offen, das hält praktisch jedes Werkzeug und jedes Kleinteil oben. Für den zweiten Fall ist die Teilung ab 20 x 20 mm unkritisch, auch mit schmalem Schuhwerk.
Wenn Sie eine wirklich geschlossene Fläche brauchen – etwa weil Flüssigkeit nicht in die Ebene darunter tropfen darf –, ist nicht der feinmaschige Rost die Lösung, sondern der GFK-Sicherheitsboden mit aufkaschierter Deckplatte.
Tragfähigkeit und Stützweite
Wie weit darf ich spannen?
Die zulässige Stützweite ergibt sich aus Bauhöhe, Stabstärke und Lastfall. Die folgenden Werte gelten für Maschenteilung 38 x 38 mm bei 1,5 kN Punktlast auf einer Aufstandsfläche von 200 x 200 mm:
- 20 mm – 270 mm Stützweite
- 25 mm – 363 mm
- 30 mm – 455 mm
- 38 mm – 713 mm, bei umlaufender Auflagerung 1110 mm
- 50 mm – 1097 mm, bei umlaufender Auflagerung 1730 mm
- 60 mm – 1510 mm, bei umlaufender Auflagerung 2430 mm
Für eine verteilte Flächenlast von 2,0 kN/m² liegen die Werte höher: 1161 mm beim 38er, 1533 mm beim 50er und 1923 mm beim 60er Rost.
Warum gibt es zwei Werte für dieselbe Bauhöhe?
Die jeweils höheren Stützweiten gelten nur, wenn der Rost umlaufend aufgelagert ist oder wenn nicht unterstützte Stoßstellen bei der Montage mit Doppelklemmen oder schraubbaren Roststoßverbindern gesichert werden. Ohne diese Maßnahme gilt der niedrigere Wert.
Beim 38-mm-Rost sind das 713 statt 1110 mm – ein Unterschied von 36 Prozent. Das ist der häufigste Planungsfehler in der Praxis: Die Stützweite wird nach der großzügigen Spalte ausgelegt, die Doppelklemmen fallen später der Kostenrechnung zum Opfer, und der Belag ist rechnerisch nicht mehr zulässig. Wenn Sie mit den höheren Werten planen, gehören die Doppelklemmen in dieselbe Bestellung.
Wie viel Auflagefläche braucht der Rost?
Mindestens 30 mm Auflagetiefe je Seite. Bei Zargen und Rahmen gilt das Innenmaß – messen Sie an mehreren Stellen, Öffnungen sind selten exakt rechtwinklig, und maßgeblich ist der kleinste Wert.
Kann ich mit dem Stapler darüberfahren?
Nicht mit dem Standardrost. Die Belastungstabellen gelten für statische Punkt- und Flächenlasten, nicht für Radlasten mit Anfahr- und Bremskräften. Für befahrene Flächen gibt es die Schwerlastausführung SL mit verstärkter Stabgeometrie – Stabstärken 9/10 beziehungsweise 9/11 mm statt 5/7 mm und reduzierter lichter Weite von rund 27 mm. Ein SL-Rost mit 60 mm Bauhöhe erreicht bei 1,5 kN Punktlast 1853 mm Stützweite, umlaufend aufgelagert 3010 mm.
Wichtig bei der Planung: SL-Roste brauchen eigene Befestiger. Standardklemmen passen dort nicht.
Was passiert bei Überlast?
GFK verhält sich anders als Stahl. Ein überlasteter Stahlrost verformt sich bleibend und zeigt den Schaden. GFK biegt sich elastisch durch und geht in die Ausgangslage zurück – bis zur Bruchgrenze. Deshalb rechnet DIN 24537-3 mit einer Sicherheit gegen Bruch von S = 2,0, und deshalb sind die Tabellenwerte nicht über die Festigkeit, sondern über die zulässige Durchbiegung begrenzt. Der Berechnung liegt ein E-Modul von 15 GPa zugrunde.
Bei dauerhaft ruhender Volllast – etwa als Auflager für ein abgestelltes Aggregat – sollte das Kriechverhalten des Laminats berücksichtigt werden. Sprechen Sie uns in solchen Fällen an, das ist kein Standardfall der Tabellen.
Rutschhemmung und Oberflächen
Was bedeutet R13 konkret?
Die Klassen R9 bis R13 stammen aus dem Begehungsverfahren auf der schiefen Ebene nach BGR 181 beziehungsweise GUV-R 181. Eine Prüfplatte von 600 x 2000 mm wird mit maximal 1 Grad pro Sekunde von 0 auf 45 Grad geneigt; gemessen wird der Winkel, bei dem eine Prüfperson zu rutschen beginnt, abgelesen auf 0,5 Grad genau.
Praktisch heißt das: R13 ist nicht „etwas besser" als R11, sondern ein deutlich steilerer Winkel bis zum Rutschen. Bei Nässe, Öl oder Frost ist der Abstand zwischen den Klassen der Unterschied zwischen sicher und knapp.
Welche Oberfläche für welchen Betrieb?
Vier Ausführungen stehen für gegossene Roste zur Wahl. Der Unterschied zeigt sich nicht im Trockenen, sondern sobald Wasser, Öl oder Schlamm dazukommen – und beim Reinigen.
Konkav (K) ist die Standardoberfläche. Sie entsteht ohne Zusatzschritt beim Aushärten des flüssigen Kunstharzes. Je nach Stabstärke und Maschenteilung wird R11 oder R13 erreicht. Konkav ist die einzige Ausführung, die sich auch bei dauerhafter Öl- und Fettbelastung wieder sauber bekommen lässt – deshalb ist sie in Werkstätten und Maschinenumgebungen oft die bessere Wahl als eine besandete Oberfläche mit nominell höherer Klasse.
Korund besandet (KB) ist ebenfalls Standard. Die Besandung wird nach dem Gießen mit Kunstharz aufgebracht und erreicht R13 unabhängig von Stabstärke und Maschenteilung. Erste Wahl bei dauerhafter Nässe. Bei anhaltender Kontamination mit öligen Substanzen ist die Reinigung eingeschränkt, weil sich das Öl in der Körnung hält.
Quarz besandet (QB) hat eine feinere Einstreuung und erreicht R12 bis R13. Für öffentlich oder barfuß begehbare Flächen in nasser Umgebung – im Dauerbegehen und barfuß deutlich angenehmer als grobes Korund.
Plan geschliffen (GS) wird nach dem Gießen abgeschliffen und versiegelt, Klasse R10. Der Schliff erzeugt zugleich eine exakt definierte Bauhöhe, was bei bündigen Einbausituationen zählt. Außerdem die Wahl für dekorative Anwendungen als Geländerfüllung oder Fassadenverkleidung. Für dauerhaft nasse Laufwege ist R10 zu wenig.
Für geschlossene Böden kommen zwei strukturierte Varianten hinzu, die beim Laminieren über eine Negativform erzeugt werden: Träne solo mit rund 0,1 mm Strukturhöhe in R10 – Fokus auf einfacher Reinigung und Barfußbegehbarkeit, vornehmlich für den Innenbereich. Und Träne quintett mit rund 0,7 mm in R12, durch die höhere Rutschfestigkeit auch für industrielle Anwendungen im Innenbereich geeignet.
Eignet sich GFK für Barfußbereiche?
Ja, mit der richtigen Kombination. Quarz besandet oder plan geschliffen sind dafür vorgesehen, in Verbindung mit einer feinen Maschenteilung. Grobes Korund ist barfuß unangenehm, und eine große Masche ist es ebenfalls. Für Schwimmbadtechnik und ähnliche Bereiche empfehlen wir 13 x 13 oder 20 x 20 mm in quarzbesandeter Ausführung.
Chemikalien, Temperatur und Brandverhalten
Verträgt GFK mein Medium?
Das entscheidet die Harzmatrix – und zwar nicht am Medium allein, sondern an der Kombination aus Medium, Konzentration und Temperatur. Ein Beispiel: Schwefelsäure mit 25 Prozent bei bis zu 75 Grad verträgt jede der drei Standardmatrizen. Bei 50 Prozent und 60 Grad fällt OPR aus. Bei 70 Prozent und 30 Grad bleibt nur noch Vinylester.
Uns liegt die Beständigkeitstabelle des Herstellers mit 164 bewerteten Reagenzien in über 200 Einzelbewertungen vor, jeweils dreistufig als beständig, bedingt beständig oder nicht beständig. Nennen Sie uns Medium, Konzentration und Temperatur – wir schlagen die Bewertung nach und senden Ihnen die Tabelle zu.
Welche Harzmatrix wähle ich?
IPR (Isophthalsäure-Polyesterharz) ist der Standard und deckt den überwiegenden Teil aller Anwendungen ab, Wärmeformbeständigkeit HDT (A) 120 Grad, Formbeständigkeit nach Martens 160 Grad.
OPR (Orthophthalsäure-Polyesterharz) ist die wirtschaftliche Variante für mild korrosive Bereiche, HDT (A) 80 Grad.
VER (Vinylesterharz) bietet extreme Chemikalienbeständigkeit sowie besonders hohe Schlag- und Dauerfestigkeit, HDT (A) 120 Grad, Martens 180 Grad. Die Wahl für Galvanik, Chlorchemie, Beizanlagen und Offshore.
PHR (Phenolharz) steht für höchste Brandsicherheit bei extrem niedriger Rauchemission und geringer Toxizität der Brandgase, HDT (A) 160 Grad. Bei Brandeinwirkung ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Flammen besonders niedrig.
Wie heiß darf es werden?
Die HDT- und Martens-Werte sind Materialkennwerte aus genormten Prüfungen, keine Freigabe für den Dauerbetrieb bei dieser Temperatur. Maßgeblich ist die Temperaturangabe in der Beständigkeitstabelle zum jeweiligen Medium – dort ist für jedes Reagenz die maximale Temperatur hinterlegt, bis zu der die Bewertung gilt. Bei trockener Wärme ohne chemische Belastung liegt die praktische Grenze deutlich unter dem HDT-Wert. Fragen Sie im Zweifel mit Ihrer konkreten Betriebstemperatur an.
Wie verhält sich GFK im Brandfall?
Die Systeme OPR, IPR, VER und PHR sind feuerhemmend, halogenfrei, nicht toxisch und selbstverlöschend. Bei unterhaltener Verbrennung entstehen neben Wasserdampf und CO₂ auch geringe Mengen Kohlenmonoxid und Stickoxide. Als Löschmittel eignen sich Wasser, CO₂, Trockenlöschmittel und Schaum.
Zusätzlich lieferbar ist OPR NFH – eine preisoptimierte, ausdrücklich nicht feuerhemmende Variante. Sie ist nur einsetzbar, wenn an den Belag keine Brandschutzanforderung gestellt wird. Steht eine Anforderung im Raum, wählen Sie IPR oder bei erhöhten Anforderungen PHR.
Leitet GFK Strom?
Nein. GFK isoliert elektrisch und thermisch und ist amagnetisch. Das ist in Hochspannungsprüffeldern, an Bahnanlagen und in der Nähe empfindlicher Messtechnik häufig das ausschlaggebende Argument. Für Bereiche mit ausdrücklicher Ableitfähigkeitsanforderung – etwa ESD-Zonen – ist der Standardrost aus demselben Grund nicht geeignet; sprechen Sie uns dann auf leitfähige Ausführungen an.
Gewicht, Formate und Zuschnitt
Wie schwer ist eine Matte?
Konkrete Stückgewichte für den Standardrost 38 x 38 mm mit 38 mm Bauhöhe:
- 1987 x 997 mm – 37,6 kg
- 3012 x 997 mm – 57,1 kg
- 3660 x 1220 mm – 84,8 kg
- 4005 x 1525 mm – 116,0 kg
Das entspricht rund 19 kg/m². Die kleineren Formate lassen sich zu zweit tragen und setzen; ab 3660 x 1220 mm sollten Sie Hebezeug oder mehr Personen einplanen. Bei feineren Maschenteilungen und höheren Bauhöhen steigt das Flächengewicht deutlich – ein 13 x 13 mm Rost mit 38 mm Höhe im Format 4047 x 1527 mm wiegt 148,3 kg.
Bis zu welcher Größe kann gefertigt werden?
Das maximale Fertigungsmaß liegt bei 4005 x 1527 mm. Zuschnitte auf Kundenmaß sind aus Lagerware kurzfristig möglich – mit Aussparungen, Schrägen und Rundungen. Beachten Sie bei der Planung, dass ab 2400 mm Kantenlänge ein Überlängenzuschlag auf die Fracht anfällt; wir weisen die Versandkosten vor der Auftragsbestätigung aus.
Wie schneide ich GFK vor Ort zu?
GFK lässt sich mit gängigem Werkzeug bearbeiten – Winkelschleifer mit Diamant- oder Hartmetallblatt, Stichsäge, Handkreissäge. Der dabei entstehende Staub ist nicht alveolengängig: Die Teilchen sind nach der Bearbeitung länger als 5 Mikrometer bei einem Längen-Durchmesser-Verhältnis über 3 und dringen daher nicht in die Lungenbläschen ein. Glasfasern zu Verstärkungszwecken sind nach IARC in Klasse 3 eingestuft.
Filamente und Stäube wirken jedoch mechanisch reizend auf Haut, Augen und Atemwege. Die Reizung ist in der Regel vorübergehend und klingt ab, sobald die Exposition endet. Empfohlen werden Schutzbrille, Handschuhe, langärmlige Arbeitskleidung, Schutzcreme und ausreichende Belüftung oder Absaugung, im Einzelfall eine Atemmaske FFP1 oder FFP2. Der Arbeitsplatzgrenzwert für inerte Stäube liegt bei 5 mg/m³. Bei Hautkontakt mit reichlich Wasser abspülen und nicht reiben, Augen mindestens 10 Minuten spülen.
Muss ich Schnittkanten wirklich versiegeln?
Ja. Beim Schneiden werden Glasfasern freigelegt; unversiegelt nimmt das Laminat an der Kante Feuchtigkeit auf und der Korrosionsschutz ist an genau dieser Stelle unterbrochen. MEISER TopSeal in der 400-ml-Aerosoldose verschließt die Kante wieder – erhältlich farblos sowie in RAL 7032, RAL 6010 und RAL 1018, passend zu den Standardfarben der Roste. Eine Dose reicht erfahrungsgemäß für 15 bis 20 laufende Meter. Der Untergrund muss trocken, staub- und fettfrei sein. Das Sicherheitsdatenblatt senden wir auf Anfrage zu.
Befestigung
Muss ich den Rost überhaupt befestigen?
Ja, und das ist keine Empfehlung. Nach BGI/GUV 588/1 und DIN 24537-3 muss jeder Gitterrost an mindestens vier Eckpunkten formschlüssig befestigt werden, um ein Verschieben in Tragrichtung zu verhindern. In Bereichen mit Absturz- oder Hineinsturzgefahr kommt eine Sicherung gegen Abheben dazu. Für Sicherheitsböden gelten dieselben Systeme wie für den offenen Rost.
Was bedeuten die Typenbezeichnungen?
Sie folgen einer Systematik, die die Auswahl erheblich erleichtert, wenn man sie kennt:
- T – tiefgezogenes Telleroberteil. Sitzt in der Masche und trägt flach auf, die verbreitetste Bauform. Komplett mit Klemmenunterteil, Sechskantkopfschraube M8 und Vierkantmutter M8.
- B – Bügeloberteil. Greift über den Stab statt in die Masche, mit Zylinderkopfschraube M8.
- M29 – aufliegendes Telleroberteil, für feine Maschenteilungen, in die ein tiefgezogener Teller nicht hineinpasst.
- V – Doppelklemme. Zwei Oberteile auf einem gemeinsamen Unterteil fixieren zwei benachbarte Roste über einem Träger. Halbiert die Teileanzahl am Stoß und ist zugleich Voraussetzung dafür, die größeren zulässigen Stützweiten auszunutzen.
Klemme oder Direktverschraubung?
Die Klemme fixiert den Rost gegen den Träger, ohne ihn zu durchbohren. Das ist wichtig bei beschichteten oder verzinkten Unterkonstruktionen und überall dort, wo der Träger statisch nicht geschwächt werden darf.
Die Direktverschraubung ist die wirtschaftlichste Variante, setzt aber eine Bohrung oder eine gewindefurchende Schraube im Träger voraus; als Ausführung mit Bohrschraube entfällt das Vorbohren.
Der Roststoßverbinder besteht aus C-Klammer und Zylinderkopfschraube M8. Er verbindet zwei Roste an einer nicht unterstützten Stoßstelle und setzt geschlossene Randmaschen an beiden Rosten voraus.
Alle Systeme werden von oben montiert – ein Zugang zur Unterseite ist nicht erforderlich.
V2A oder V4A?
V2A (1.4301) eignet sich für normale Umgebungsbedingungen, V4A (1.4571 / 1.4404) bei Chloriden, Meerwasser und Chemikalien. Der Mehrpreis liegt im Cent-Bereich, ein korrodierter Befestiger kostet einen Wartungseinsatz. Im Zweifel V4A – die Klemme sollte mindestens so lange halten wie der Rost, den sie hält.
Wie viele Befestiger brauche ich?
Mindestens vier je Rost, an den Eckpunkten. Bei größeren Formaten und bei Belastung durch Fahrverkehr sind mehr Punkte sinnvoll. Wenn Sie mit den erhöhten Stützweiten planen, kommen die Doppelklemmen an den freien Stoßstellen hinzu. Klemme, Maschenteilung und Rosthöhe müssen zusammenpassen – nennen Sie uns Rosttyp und Bauhöhe, wir stellen die Positionen zusammen.
Reinigung, Alterung und Entsorgung
Wie reinige ich einen GFK-Rost?
Grobe Verschmutzung lässt sich abkehren oder abspülen. Bei konkaver und plan geschliffener Oberfläche funktioniert auch der Hochdruckreiniger gut. Bei besandeten Oberflächen empfehlen wir, mit Abstand und moderatem Druck zu arbeiten – die Einstreuung ist mit Kunstharz aufgebracht und soll nicht abgelöst werden.
Öl- und Fettrückstände sind der eigentliche Knackpunkt: Auf besandeten Oberflächen halten sie sich in der Körnung und lassen sich nur begrenzt entfernen. Wenn in Ihrem Betrieb regelmäßig Öl oder Fett auf den Belag gelangt und gereinigt werden muss, wählen Sie die konkave Ausführung – auch wenn eine besandete Oberfläche auf dem Papier die höhere Klasse hat.
Wie lange hält ein GFK-Rost?
Es gibt keinen Verschleißmechanismus, der mit Korrosion vergleichbar wäre. Der Hersteller weist UV-Stabilität aus, und die Farbe ist durchgefärbt statt beschichtet – ein Kratzer legt also keine andere Farbe frei. Der Wartungsaufwand beschränkt sich auf Sichtprüfung und Reinigung. Bei besandeten Oberflächen ist die Einstreuung das Verschleißteil: In stark begangenen Bereichen schleift sie sich über die Jahre ab, was die Rutschhemmung beeinflusst. Nehmen Sie diese Stellen in Ihre wiederkehrende Prüfung auf.
Wie wird GFK entsorgt?
Vollständig ausgehärtete GFK-Produkte geben keine gefährlichen Substanzen in signifikanten Mengen ab. Abfälle können als inerte Industrieabfälle im Sinne der örtlichen beziehungsweise landesrechtlichen Vorschrift behandelt werden. Für die Lagerung gilt eine einzige Einschränkung: vor Laugen schützen.
Welche Farben sind lieferbar?
Standard ist grau ähnlich RAL 7032. Lieferbar sind außerdem Verkehrsgelb RAL 1023 für Warn- und Kennzeichnungsbereiche, Grasgrün RAL 6010 zur Zonierung von Anlagen sowie weitere Grautöne je nach Harzmatrix. Eine individuelle Einfärbung nach RAL ist grundsätzlich möglich. Die Farbangaben sind Näherungswerte – für farbverbindliche Projekte fordern Sie bitte ein Handmuster an.
Die übrigen Produkte im Programm
GFK-Sicherheitsböden und Bodenplatten
Der GFK-Sicherheitsboden kombiniert einen gegossenen Gitterrost mit einer aufkaschierten, besandeten Deckplatte von 3 mm; zusätzlich schützt ein Gel-Coat die Oberfläche. Das Ergebnis ist eine geschlossene, trittsichere Fläche in R13 – entscheidend überall dort, wo unter dem Laufweg gearbeitet wird oder wo Tropfwasser, Späne und Kleinteile nicht in tiefere Ebenen gelangen dürfen. Gegenüber einer Stahl-Tränenblechkonstruktion spart das erheblich Gewicht.
Lieferbar in den Gesamthöhen 30 mm (27 + 3), 38 mm (35 + 3) und 50 mm (47 + 3), in Mattengrößen von 1987 x 997 bis 3660 x 1220 mm. Matrix IPR, Farbe grau ähnlich RAL 7032.
Für Bestandsflächen gibt es die 3 mm starke, korundbesandete GFK-Platte. Sie macht aus einer rutschigen Fläche wieder einen sicheren Laufweg, ohne den Untergrund zu erneuern – verklebt oder verschraubt auf Stahl, Beton und Holz. Ergänzend markieren die Stufenabdeckung in schwarz/gelb und der gelbe Antrittswinkel Trittkanten kontrastreich und erfüllen damit zugleich die Kennzeichnungsanforderung an Treppen.
GFK-Treppenstufen
Fertigstufen mit integrierter, kontrastierender Antrittskante – wahlweise als einfache besandete Kante oder als verstärkter Antrittswinkel für stärker belastete Treppenläufe. Maschenteilung 38 x 38 mm, Rosthöhe 38 mm, Matrix IPR in grau ähnlich RAL 7032.
Treppen stehen im Freien, werden nass, vereisen und werden gestreut. Eine verzinkte Stufe braucht dort früher oder später eine Nachbehandlung. GFK rostet nicht, hält Streusalz und viele Chemikalien stand und ist leicht genug, dass eine Person die Stufe allein setzen kann.
Lieferbar konkav (K) oder korund besandet (KB), beide in R13 nach DIN 51130. Standardlängen 997 und 3321 mm bei 274 mm Auftrittstiefe, beim verstärkten Antrittswinkel 282 mm. Die Längen lassen sich ablängen.
Die Befestigung an der Wange erfolgt über Winkellaschen mit Bohrbild nach DIN 24531, erhältlich in V2A und V4A, jeweils links und rechts. Je Stufe werden vier Laschen benötigt. Prüfen Sie vor der Bestellung das Wangenmaß Y: Die Ausführung 235 passt für 237 bis 245 mm, die Ausführung 272 für 274 bis 282 mm. Langlöcher gleichen Bautoleranzen aus.
Stellfüße und Unterkonstruktion
Höhenverstellbare Stellfüße aus Polypropylen tragen GFK-Roste und Sicherheitsböden über Bestandsflächen – auf Flachdächern, Terrassen, in Auffangwannen und auf Revisionsflächen im Anlagenbau. Zwölf Baugrößen decken Aufbauhöhen von 14 bis 1030 mm ab. Alle Füße werden vormontiert und mit bereits eingesetztem Gewindeeinsatz M8 geliefert, das Material ist UV- und witterungsbeständig.
Für Gefälleflächen bis 5 Prozent gleichen die Neigungskorrekturen PH5 (oben, Höhe plus 9 mm) und U-PH5 (unten, Höhe plus 12 mm) den Höhenunterschied aus, sodass der Belag waagerecht bleibt.
Gibt es auch Geländer und Leitern aus GFK?
Ja, als Sonderanfertigung. Geländer in drei Bauarten – Standardgeländer, Rundrohrgeländer und Füllstabgeländer – sowie Steigleitern und selbstschließende Durchgangssperren für Ausstiege, die nicht offen bleiben dürfen. Beides wird kundenspezifisch gefertigt und einzeln kalkuliert. Sinnvoll ist das vor allem dann, wenn Belag und Geländer im selben Medium stehen: Ein verzinktes Geländer auf einem GFK-Laufsteg ist die Schwachstelle, die zuerst gewartet werden muss.
Über das Bodenprogramm hinaus sind außerdem I- und T-Profilroste, Sandwichroste, GFK-Konstruktionsprofile und komplette GFK-Konstruktionen wie Bühnen und Tragwerke lieferbar.
Planung und Anfrage
Wie plane ich eine größere Fläche?
Ab einer gewissen Größe lohnt sich die computergestützte Verlegeplanung. Sie sagt vorab, wie viele Roste in welchem Zuschnitt tatsächlich benötigt werden, wo die Stöße liegen und wie viele Befestiger dazugehören – das verhindert Verschnitt und Nachbestellungen. Ergänzend stehen technische Beratung, statische Berechnungen und die Fertigung nach Ihren Schablonen und Mustern zur Verfügung.
Was brauchen wir für ein verbindliches Angebot?
- Maße und Aussparungen – Skizze oder DXF, mit Angabe der Tragrichtung
- Auflagerabstände – Trägerraster, zwei- oder vierseitig aufgelagert
- Belastung – Punkt- oder Flächenlast, Personen- oder Fahrverkehr
- Medien und Temperatur – welche Chemikalien wirken ein, in welcher Konzentration
- Brandschutzanforderung – entscheidet zwischen IPR, PHR und OPR NFH
- Barfuß- oder Publikumsverkehr – beeinflusst Maschenteilung und Oberfläche
- Reinigungsregime – Öl und Fett sprechen für konkav, Nässe für besandet
- Lieferadresse – Lager oder Baustelle; Direktlieferungen werden separat kalkuliert
Wenn Sie unsicher sind, welche Ausführung passt, reicht oft schon ein Foto der Einbausituation. Handmuster der gewünschten Oberfläche stellen wir auf Wunsch vorab zur Verfügung – gerade bei der Entscheidung zwischen konkav und besandet ist das Anfassen aussagekräftiger als jede Beschreibung.
Wo ist GFK bereits im Einsatz?
Die GFK-Systeme des Herstellers finden sich unter anderem im Klärwerk Villingen, am Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven, im Hochspannungsprüffeld Dresden, in der Zugbildungsanlage Hamburg, auf der Volkswerft, an der Mainbrücke Haßloch sowie im Deutschen Technikmuseum Berlin. Für die gegossenen Roste weist der Hersteller zudem eine Prüfung nach DBS 918 010 aus – relevant für Ausschreibungen mit Bahnbezug.